Ursprünglich wurde der Orgelprospekt im Jahre 1662-64 für die Glückstädter Stadtkirche (s. Schnell-Kunstführer 2020) von Berend Hueß aus Celle gebaut und kam durch Vermittlung (die Orgel war in Glückstadt abgebaut und durch eine neue ersetzt worden) im Jahre 1940 für 1000,- RM nach Burg auf Fehmarn.
Der Tischlermeister Karl Schröder und seine Gesellen bauten den Prospekt um und paßten ihn den baulichen Gegebenbeiten der St.-Nikolai-Kirche an. Auf Vorschlag des Kirchenmalers Karl Fey wurde das Gehäuse farbig gefaßt. Das Weiß und Gold der Prospekteile und der Figuren verstärken den Gesamteindruk des Instrumentes. Die drei gewaltigen Pfeifentürme sind oben mit fein gearbeiteten Schleiern versehen, die als menschliche Wesen sich gegenseitig anschauen. Die Türme werden getragen von Engeln, auf deren Flügeln die Last der großen Pfeifen ruht. Aus den Pfeifenspitzen treten goldene Flammenzungen hervor. (aus dem Kirchenführer der St.-Nikolai-Kirche in Burg auf Fehmarn)